Verlag
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Buchmesse
Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse finden Sie uns in Halle 5 am Stand B213.
Neuerscheinung
»Raumzeitliche Variabilität der Oberflächenwasserqualität in der Provinz Can Tho, Vietnam« von Christian Stärz
In Vietnam führte die rasche sozioökonomische Entwicklung der letzten Jahre zu einer ansteigenden Verunreinigung der Wasserressourcen. Vor allem im Süden des Landes weisen viele Flussabschnitte eine schlechte Wasserqualität auf und Kanäle dienen häufig als Abwassersenken. Auf der anderen Seite ist die Qualität des Oberflächenwassers für die Trinkwasserversorgung und die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Um für die Provinz Can Tho im Mekong Delta einen Beitrag zum integrierten Wasserressourcen-Management (IWRM) zu leisten, stellt dieses Buch ein Surface Water Quality Tool vor, welches a) unter verschiedenen hydrologischen Bedingungen bei der Überwachung und Bewertung der Oberflächenwasserqualität hilft, b) zur Minderung von Emissionen die hierzu relevanten Entscheidungsprozesse auf lokaler Ebene unterstützt und c) dessen Methoden auf andere Flusseinzugsgebiete übertragbar sind.
Neuerscheinung
»Mehrebenenanalyse rechtsextremer Einstellungen« von Matthias Quent
Die vorliegende Einstellungsstudie stellt zentrale Erklärungsansätze rechtsextremer Orientierungen dar und überprüft darüber hinaus, ob und wie mikroregionale Faktoren Einfluss auf die Verbreitung dieser nehmen. Diese Fragestellung wird auf der Basis von empirischen Material einer repräsentativen bundesweiten Telefonbefragung mit einer Vertiefungserhebung in den Bundesländern Hessen und Thüringen überprüft, wobei die Datenbasis eine kleinräumliche Analyse auf der Ebene von Landkreisen und Städten ermöglicht.
Der Autor eruiert erstmalig repräsentativ durch Mehrebenenanalysen statistisch, wie stark mikroregionale Kontexteffekte bei Beachtung relevanter Individualmerkmale sind. Somit werden kommunale Faktoren herausgestellt, die Rechtsextremismus signifikant begünstigen. Es zeigt sich u.a., dass die stärkere Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in Ostdeutschland auf die ökonomische Schlechterstellung gegenüber den westdeutschen Bundesländern zurückzuführen ist.
Das Buch wurde mit dem FORENA-Nachwuchspreis 2012 ausgezeichnet.
Neuerscheinung
»Ehre und Recht« herausgegeben von Sylvia Kesper-Biermann, Ulrike Ludwig und Alexandra Ortmann
Ehre und Konflikte um Ehrverletzungen galten lange Zeit als typische Phänomene der Vormoderne. Inzwischen dürfte Konsens darüber bestehen, dass sich im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zwar die Funktionen, Ausdrucksformen und Repräsentationen von Ehre veränderten, von einem Bedeutungsverlust aber keine Rede sein kann. Der Band nimmt Ehre als Phänomen ‚langer Dauer‘ vom späten Mittelalter bis in die Moderne in den Blick; der Fokus liegt auf dem Verhältnis von Ehre und (Straf-)Recht.
Entgegen einer Sichtweise, die Ehre und Recht als konkurrierende Normensysteme begreift, fragen die Beiträge nach den situativen Formen der Verfügbarmachung von Ehre durch die historischen Akteure und damit nach synergetischen Effekten und Wechselwirkungen zwischen den Systemen. Drei Themenkomplexe stehen im Mittelpunkt: Zum einen geht es um juristische, literarische und linguistische Konzepte von Ehre, ihre zeitspezifischen Konstruktionen und ihre Verankerung in den jeweiligen Rechtssystemen. Zum anderen werden in exemplarischen Zugriffen rechtliche Auseinandersetzungen um Ehrkonflikte untersucht: Gefragt wird hier danach, wie die Verfahren abliefen, welche Strategien die Beteiligten verfolgten und welche Formen von Ehre jeweils verhandelt, infrage gestellt oder aber verteidigt wurden. In einem dritten Block werden schließlich Funktion und Bedeutung von Ehrminderung und Entehrung als Strafe behandelt.




