Editionen + Dokumentationen - Band 3


»Gedanke ohne Empfindung ist selten wirksam«. Georg Joachim Zollikofer – Prediger der Spätaufklärung. - Christian Schmelzer (Hrsg.)


Das Buch
Georg Joachim Zollikofer ist einer der bekanntesten kirchlichen Persönlichkeiten Leipzigs zum Ende des 18. Jahrhunderts. Seit 1758 war er der erste deutschsprachige Prediger der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig und hatte ein großes Interesse an den theologischen und philosophischen Themen der Spätaufklärung. Seine Berühmtheit, die weit über die Grenzen Leipzigs hinaus ging und u. a. bei Goethe mehrfach Erwähnung findet, ist vor allem seiner Auffassung des Predigeramts zuzuschreiben. Er wollte, wie Goethe bemerkt, mit seinem klaren und eindringlichen Stil das Gedankengut der Aufklärer, dem Thema der Zeit, der Gemeinde näher bringen. So wurde Zollikofer rasch zum gefeierten Prediger und die Evangelisch-reformierte Kirche bald zu einem gesellschaftlich bedeutsamen Schauplatz Leipzigs der 1760er bis 80er Jahre. Da sich der Amtsanritt dieses verdienten Leipziger Aufklärungstheologen in diesem Jahr zum 250. Male jährt, soll ihm und seinem Wirken gedacht werden.

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Anhand von drei originalen Predigten Zollikofers besteht die Möglichkeit, sich in die Zeit und das Anliegen dieses reformierten Predigers zu versetzten. Eine Einführung in die verschiedenen Theologien der Aufklärung und ihrer Bedeutung für die heutige Zeit stellt Dr. Gisa Bauer, Kirchenhistorikerin am Institut für Neuere und Neuste Kirchengeschichte der Universität Leipzig, dar. Daneben wird der Historiker Sebastian Schaar die Stadtgeschichte Leipzigs am Ende des 18. Jahrhunderts veranschaulichen. Dr. Johannes Block, praktischer Theologe an der Universität Leipzig, widmet sich erstmals umfangreich mit einem hymnologischen Beitrag dem uns noch heute im Evangelischen Gesangbuch bekannten Lied Zollikofers „Laß mich, o Herr, in allen Dingen (EG 414)“ mit einem hymnologischen Beitrag . Einen Überblick zum Denken und Leben Zollikofers trägt Christian Schmelzer bei, der gleichzeitig die Herausgeberschaft inne hat. Die Publikation entsteht in Kooperation der Universität Leipzig, Prof. Ratzmann (Praktische Theologie) mit der Pfarrerin der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig, Elke Bucksch. Die Veröffentlichung setzt sich zum Ziel, dem interessierten Leser einen Einblick in die spannende Geschichte der Spätaufklärung zu ermöglichen. Finanziell wird der Band durch die Evangelisch-reformierte Kirche in Leipzig und das Institut für Liturgiewissenschaft der VELKD an der Universität Leipzig unterstützt.

Am 11. Juli 2009: Gründung der Zollikoferstiftung in Leipzig.


Die Herausgeber

Dr. Sebastian Schaar

... wurde 1977 in Leipzig geboren. Nach dem Studium der Geschichte, Politik und Philosophie absolvierte er die erste Staatsprüfung (Lehramt an Gymnasien). 2009 wurde er aufgrund der Arbeit „Annäherungen: Über die Wahrnehmung des Weltkrieges 1914–1918 in den Selbstzeugnissen Kgl. Sächs. Offiziere“ an der Universität Leipzig promoviert. Sebastian Schaar begleitete Vorstandsämter in Wirtschaftsunternehmen, arbeitet für die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Zeitgeschichtliches Forum Leipzig) und hält Lehrveranstaltungen am Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte der Universität Leipzig. Wissenschaftlich arbeitet er zu Themen der Sächsischen Landesgeschichte und Kulturgeschichte.

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Christian Schmelzer
... wurde 1987 in Zeitz geboren. Seit 2006 studiert er evangelische Theologie an der Universität Leipzig. Christian Schmelzer ist Stipendiat der Begabtenförderung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und beschäftigt sich mit kirchengeschichtlichen, zeitgeschichtlichen, sowie systematisch-theologischen Themen.

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Die Autoren

Dr. Gisa Bauer

... wurde 1970 in Zwickau geboren. Ihr Theologiestudium schloss sie mit dem ersten theologischen Examen ab. Seitdem ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin/Assistentin am Lehrstuhl für Neue und Neueste Kirchengeschichte des Instituts für Kirchengeschichte der Universität Leipzig. Im Jahre 2005 wurde sie dort mit einer Arbeit zu Kulturprotestantismus und Frauenbewegung promoviert. Seither arbeitet sie an ihrer Habilitationsschrift „Das Verhältnis von evangelikalen Gruppen und den Landeskirchen in Westdeutschland in der Zeit von 1945 bis 1989“. Außerdem veröffentlicht sie zu kirchengeschichtlichen Themen der Neuzeit und Zeitgeschichte, zur Geschichte des Bürgertums im 19. und 20. Jahrhundert, sowie zu Fragen der sozialen Geschlechterrollen.

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Dr. Johannes Block
... wurde 1965 in Hameln geboren. Nach dem Studium der evangelischen Theologie an den Universitäten Bonn, Heidelberg und Zürich absolvierte er sein erstes theologisches Examen. Sein Vikariat in Neuhaus und Silberborn (Solling) schloss er mit dem zweiten theologischen Examen ab. Er wurde an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit zur hermeneutischen Hymnologie promoviert. Seit 2004 ist er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig. 2009 hat er seine Habilitationsschrift mit dem Titel „Die Rede von Sünde in der Predigt der Gegenwart. Eine Studie zur hamartiologischen Homiletik am Beispiel von Predigten aus dem Internet“ eingereicht. Außerdem veröffentlicht er zu den Themen Hymnologie, Liederkunde und Homiletik.

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Leseprobe
  • Inhaltsverzeichnis - pdf_small - PDF
  • Vorwort der Herausgeber - pdf_small - PDF
  • Autoren des Bandes - pdf_small - PDF

Ausstattung und Preis
  • Umfang 93 + VI Seiten
  • 4 Fotos,1 Reproduktion
  • Autorenbeschreibung
  • ISBN: 978-3-941305-07-6
  • Preis: 14,95 EUR

Verfügbarkeit